Was ist Psychotherapie?

Menschen, die sich in Psychotherapie begeben können aus sehr ungleich Anlässen kommen. Hauptziel einer Psychotherapie ist meist die Behandlung von körperlichen und seelischen Leidenszuständen. Es können Lebensveränderungen eintreten, oder Umbrüche durch Lebensübergänge eintreten, welche mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen und Leiden einhergehen können. Ebenso können Verluste von Beziehungen (Trennung, Scheidung), Krankheit, Tod und andere Lebensherausforderungen Bedeutung auf körperliches und seelisches Gleichgewicht nehmen. Dies kann dazu führen, dass die normalen Denk- und Handlungsweisen nicht mehr passend sind. Die Veränderungen können aufarbeitet und neue Handlungsspielräume erschaffen werden.

Die systemische Psychotherapie ist eine Kommunikationsform zwischen Therapeutin und KlientInnen mit dem Ziel, sie dabei zu unterstützen, eigene Problemlösungen zu entwickeln. Der Kern des therapeutischen Interesses in der Systemischen Familientherapie liegt nicht in der Analyse und Diagnose "pathologischer" Vorgänge sondern ist eine Berücksichtigung persönlicher und familiärer Ressourcen. Die Selbstorganisation und Selbstheilungskräfte von Menschen sollen wieder entdeckt werden, bestehender Ressourcen aktiviert werden, damit eine Lösung zum Greifen kommt. Menschen sind reich an gelebten Erfahrungen. Nur ein Teil der Erfahrungen wird erzählt, der größte Teil der gelebten Erfahrungen in den beherrschenden Geschichten über das Leben und die Beziehungen der Menschen bleiben unberücksichtigt. Diesen Aspekt der gelebten Erlebnisse, bilden eine reichhaltige und ergiebige Quelle für die Verfassung und Neufassung alternativer Geschichten.